Menopause
Dr. Marina Bellavia
Ärztlicher Direktor und Gynäkologe mit Schwerpunkt
Reproduktionsmedizin
Dr. Kelly Cabrilo
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Die Menopause
Die ausgeprägtesten Symptome der Wechseljahre treten oft vor dem vollständigen Ausbleiben der Menstruation auf. Sie hängen mit den hormonellen Veränderungen zusammen, die in dieser Übergangsphase auftreten.
Diese Probleme sind unvorhersehbar und schwanken stark von Monat zu Monat. Auch ihre Intensität ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Bei einigen bleibt die Menstruation einfach aus, während andere (etwa 20-30 % der Frauen) mäßige oder schwere Beschwerden haben.
Der Körper verändert sich, die Taille wird durch die veränderte Fettverteilung dicker und die Haut wird trockener, was als Verlust der Weiblichkeit empfunden werden kann.
Psychologische und medizinische Unterstützung kann helfen, diesen Übergang zu bewältigen. Eine Verringerung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen sorgt für erholsamen Schlaf und Energie, während eine Hormonersatztherapie Linderung verschaffen kann. Eine spezialisierte und gezielte multidisziplinäre Betreuung kann die unten aufgeführten Symptome verbessern, um die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.
- Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche: Die Empfindungen von starker Hitze, Schweißausbrüchen und Herzklopfen können einige Sekunden bis einige Minuten dauern. Sie machen sich oft zuerst im Bauch oder in der Brust bemerkbar und wandern dann innerhalb weniger Sekunden in den Nacken und ins Gesicht. Häufigkeit und Intensität sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Hitzewallungen sind der Hauptgrund, warum Frauen sich entschließen, Hilfe zu suchen. Treten sie nachts auf, können sie die Qualität des Schlafs erheblich beeinträchtigen und zu starker Müdigkeit führen.
- Stimmungsschwankungen: Weitere Symptome der Wechseljahre sind Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Energielosigkeit und Angstattacken.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Menopause nicht automatisch zu Depressionen führt. Sie sind auch eine Gelegenheit, sich von bestimmten Zwängen zu befreien, z. B. von der Empfängnisverhütung.
- Veränderungen im Körper: Der Mangel an Östrogen verändert die Produktion von Kollagen und Elastin, was zu einer Verschlechterung der Qualität von Haut, Haaren und Nägeln führt, die trockener, spröder und brüchiger werden. Hormonelle Probleme können zum Auftreten von Akne, Haarausfall oder übermäßigem Haarwuchs und Osteoporose (verminderte Knochendichte) führen.
- Gewichtszunahme: Der verlangsamte Stoffwechsel von Frauen in den Wechseljahren kann zu einer Gewichtszunahme führen.
Bewegung und Tabakabstinenz verbessern die Gesundheit und Langlebigkeit von Frauen. Die Beurteilung von Gewichtsproblemen ist eine Priorität bei der Behandlung von Wechseljahren, um den Patientinnen Behandlungen anzubieten, die ihre Lebensqualität verbessern und das Risiko von Komplikationen verringern.
- Harninkontinenz: Unfreiwilliger Urinverlust kann in verschiedenen Altersstufen auftreten, tritt aber häufig bei Frauen nach der Menopause auf.
Einige Medikamente wirken auf die Überaktivität der Blasenmuskulatur ein. Eine Hormonbehandlung kann bei Östrogenmangel hilfreich sein, während Antibiotika verschrieben werden, wenn die Ursache des Problems eine Harnwegsinfektion ist. Ein chirurgischer Eingriff kann in Erwägung gezogen werden, wenn die Ursache für den Harnverlust eine Dammluxation ist. Oft ist auch eine Umschulung des Dammes angezeigt.
- Sexualitäts- und Blasenprobleme: Ein Rückgang der Schleimproduktion in der Vagina und der Blase kann mit der Einstellung der Östrogensekretion durch die Eierstöcke zusammenhängen. Die Folge ist eine Neigung zu Harnwegsinfektionen und Scheidentrockenheit. Zusammen mit einer verminderten Libido kann dies zu einer verminderten Qualität des Sexuallebens führen.
- Unregelmäßige Zyklen und prämenstruelles Syndrom: Unregelmäßige Zyklen sind ein häufiges Phänomen, das mit einer Verringerung der Hormonfunktion der Eierstöcke zusammenhängt. Nach einer Reihe von Untersuchungen und Analysen wird die Behandlung an die Symptome angepasst. Dies kann eine Änderung der Lebensweise und der Ernährung oder eine pharmakologische Behandlung beinhalten.
- Frühzeitige Menopause: Eine Menopause, die vor dem 40. Lebensjahr eintritt, erfordert eine spezielle Behandlung.
Für weitere Informationen und Buchungen:
Tel: +41 91 924 55 55 – aus Italien +39 02 600 63 041
Mail: info@procrea.ch
